Thailändisches Laab – roh-vegan

Wer diesen Blog ein bisschen verfolgt hat bestimmt schon bemerkt, dass ich eine Schwäche für thailändische, süd-ost-asiatische Gerichte habe. Unter anderem liegt das an der Verwendung vieler frischer Zutaten und der unglaublichen aromatischen Kräuter und Gewürze.
Wenn du ganz generell auch so ein Asia-foodie bist, diese auch mal in roh probieren willst, kann ich dir z.B. die thailändische Kokossuppe Tom Yum empfehlen, Pad Thai, abgewandelter grüner Papayasalat Som Tam, Thai Curry… oder eben dieses köstliche „Laab“, welches traditionell aus Vietnam, Nordthailand kommt und eine wahre Geschmacksexplosion auslöst. Was ich daran so lecker finde? Die hocharomatische Mischung aus 4-5 frischer Kräuter, die exotische Säure durch die Limette und die tragende und sättigende Geschmacksgrundlage, in meinem Fall aus Pilzen:

So sieht das Ganze gehäckselt aus:

Und so ist der Salat, welcher einen geschmacklich auf die Reise nach Asien mitnimmt, dann fertig:

Warum ich so gerne internationale Gerichte zubereite? Weil durch den Geschmackssinn die schönsten Erinnerungen auftauchen, die Küchen des jeweiligen Landes entführen in die Kultur und ich kann mich wie seelisch damit verbinden, was dort jeweils so lebt…und so kann man auch ohne davon zu reisen (was ich aber trotzdem mache 😀 ) bei akuter Sehnsucht und Fernweh einfach in der eigenen Küche aktiv werden und die Welt erleben.

So, und nun wieder zum „Laab“-Salat. Was mir an den Thai-Salaten auch so gefällt, ist, dass sie ganz ohne Fett/Öl auskommen. Da ich eine fettarme Ernährung mittlerweile als für mich am stimmigsten entdeckt habe, passt das sehr gut.
Vielleicht baust du ja die Kräuter wie ich selber im Garten oder dem Balkon an? Wnen nicht, empfehle ich dir, einen Besuch in einem Asialaden abzustatten und folgende Zutaten zu kaufen, die du teilweise auch immer wieder verwenden (und aus dem Gefrierfach holen) kannst:
Eine Tüte Kaffir-Limettenblätter (Gefrierfach)
Einige Zitronengrasstangen
Eine grosse Packung Thaibasilikum
Eine grosse Packung Koriandergrün
Eine Packung Minze
Limetten
Ein paar Wurzeln Galgant (kommt in anderen Gerichten vor und ist sehr gesund. Das Lieblingsgewürz der Hildegard von Bingen 😉 )
> Damit kannst du viele dieser Thaigerichte authentisch werden lassen und kannst dann auch gleich mit dem Rezept hier loslegen:

Zutaten:
200g Champignons, möglichst fest und knackig
1 grosse Hand voll Thai-Basilikum
1 grosse Hand voll Koriandergrün
2-3 Kaffirlimettenblätter
1 grosse Hand voll Minze
1 Schalotte
ein paar Cashews
2 Limetten
1 Frühlingszwiebel
2 Stängel Zitronengras
1 EL Kokosblütenzucker
1-2 EL Tamari
nach Geschmack etwas (frische) Chili (kann man aber auch ganz weglassen)

> So, für den Salat muss erstmal alles klein geschnitten werden. Die Kräuter jeweils hacken (vom Koriander auch etwas Stängel mitverwenden), die Pilze in kleine Würfel schneiden, die Schalotte in feine Scheiben.  Das Zitronengras befreit man von der äusseren, etwas härteren Schale und schneidet dann den Rest in feine Ringe.

Optional kannst du ein paar Cashews grob hacken und diese mit dazu mischen. Im Original Laab ist als eine der wichtigen Zutaten, gerösteter und gemahlener Reis dabei. Dieser macht es besonders knusprig und dient auch als „trockener“ Geschmacksträger. Entwedre nimmst du dafür etwas Reisproteinpulver, welches es auch in roh gibt oder eben die gehackt-gemahlenen Cashews.

Für die Sosse mischt du den Saft der Limetten (Achtung: die Limetten NICHT so aufschneiden und verwenden wie Zitronen, sondern grad in die andere Richtung schneiden: vom Stilansatz zum anderen Pol und sie auch in mehrere Stücke schneiden. Damit lassen sie sich besser auspressen) mit dem Kokosblütenzucker, dem Tamari und löst den Zucker darin gut auf. Dann alles mit dem Salat mischen.
Je nach dem wie gross deine Hände bei den Kräutern waren, wie saft-ergiebig die Limetten, musst du vielleicht noch etwas nachwürzen.
Wenn du es gerne scharf magst, dann schneide dir noch wenig von der roten Thaichilli mit rein.

Lass es dir schmecken und begeistere mit diesem Salat auch Sommergäste, die sich wie im Urlaub fühlen werden 🙂

Alles Liebe,
Lena