Mandelmehl

Für viele Rezepte werden Mandeln, gemahlene Mandeln, Mandelmus oder eben auch Mandelmehl benötigt.
Der Unterschied zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl ist einerseits der Feinheitsgrad der Körnung, aber auch der Fettgehalt.
Mandelmehl was im Handel angeboten wird, ist meist das „Abfallprodukt“ bei der Mandelöl Herstellung. Die gepressten und gemahlenen Mandeln bleiben dann teilentölt als feines, trockenes Mehl übrig und kann ein willkommener Mehlersatz in der Backküche sein, wenn man sich kohlenhydratarm, glutenfrei oder einfach ohne Getreide ernähren möchte.
Diese im Handel angebotenen Mehle haben aber keine Rohkostqualität mehr.

Eine Qualität, die Mandelmehl mitbringt, ist, dass es durch seine Trockenheit und den niedrigen Ölgehalt viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Hier möchte ich euch zeigen, wie ihr selber und einfach Mandelmehl herstellen könnt.

Zutaten:

Beliebig viele Mandeln
(wenn möglich in Rohkostqualität)
Wasser

>>> Variante 1:
Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen. Dadurch beginnt nicht nur der Keimprozess, sondern auch Keimhemmer, die nicht so günstig für unseren Darm sind, werden abgebaut.
Dann am nächsten Tag die Mandeln schälen. Durch das Einweichen geht das mit fast jeder Mandel recht einfach. Dazu die Mandel zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und quasi die Mandel rausdrücken. Ihr werdet schnell raushaben, wie das geht 🙂
Das Schälen der Mandeln ist nicht unbedingt nötig, hat aber die Vorteile, dass das Mandelmehl dann feiner und „einheitlich“ hell gefärbt ist.

Wenn ihr es euch jetzt doch anders überlegt und ihr wollt lieber Mandelmayonnaise machen, dann findet ihr das Rezept dazu hier.

Ansonsten geht es so weiter:
Die Mandeln nun mit frischem gefiltertem Wasser in den Hochleistungsmixer geben (Verhältnis in etwa 1:3 oder 1:4) und kräftig mixen, bis es eine feine Milch wird.
Nun das Ganze durch einen Nussmilchbeutel in eine kann abgiessen und gut ausdrücken.
In der Kanne habt ihr nun feine frische Mandelmilch und im Nussmilchbeutel feuchtes Mandelmehl oder auch Mandeltrester genannt.
Den Trester könnt ihr nun trocknen/dörren und dann für spätere Rezepte verwenden oder auch sofort verwenden.

Selbige Anleitung gilt auch für die ungeschälten Mandeln!

>>> Variante 2:
Mandelmehl aus ganzen Mandeln, mit höherem Fett/Ölgehalt:
Dazu verfahren, wie bei Variante 1, mit Einweichen und dem Schälen (falls erwünscht).
Die eingeweichten Mandeln jetzt wieder ganz durchtrocknen lassen und anschliessend in einem Personal Blender oder einer anderen kleinem, starken Mixer mahlen.

Beide Varianten sind etwa 6 Monate haltbar. Also weniger lange wie ganze Mandeln. Das Mandelmehl aus ganzen Mandeln, mit vollem Ölgehalt ist dabei weniger lange haltbar und sollte zügiger aufgebraucht werden, bevor es ranzig wird.

Rezepte in denen du Mandelmehl verwenden kannst:
Brötchen-Broht

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